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Röntgen-Untersuchungen ohne Kontrastmittel
(z.B. Wirbelsäule, Handgelenk, Hüfte, Becken, Nasennebenhöhlen, ...)
- Knochenbrüche (Frakturen)
- Abnützungserscheinungen an Gelenken (Arthrosen)
- stoffwechselbedingte Knochenveränderungen (Osteoporose, Diabetes- Schäden)
- entzündliche Knochen- und Gelenksveränderungen (Osteomyelitis, Arthritis...)
- Skelettveränderungen bei bösartigen Erkrankungen (Metastasen)
- Fehlhaltungen bzw. Fehlstellung von Gelenken (Skoliose, Hammerzehen....)
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Untersuchungen mit Kontrastmittel
- Bewegungsstörungen, Erweiterungen oder Verengungen der Speiseröhre aber auch Tumore bzw. entzündliche Veränderungen der Speiseröhre.
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- Sie bekommen ein Röntgen-Kontrastmittel zum Trinken. Der gesamte Trinkvorgang kann nun mittels Durchleuchtung auf einem Monitor bildlich dargestellt werden und später auf Röntgenbildern dokumentiert werden. Um alle Bereiche der Speiseröhre gut einsehen zu können, müssen Sie währen der Untersuchung verschiedene Positionen einnehmen. Bei speziellen Fragestellungen (Reflux) wird der Untersuchungstisch am Ende der Untersuchung umgelegt.
- Das sogenannte "Magenröntgen" ist bei bestimmten Fragestellungen wie z.B. der Klärung funktioneller Beschwerden, wie der Refluxkrankheit ("Sodbrennen") oder bei Nahrungstransportstörungen ein unverzichtbarer Bestandteil der Diagnostik. Neben diesen funktionellen Störungen können aber auch Veränderungen wie Entzündungen, Geschwüre, Aussackungen der Magen- bzw. Darmwand und Tumore dargestellt werden. Die Darstellung des Magens wird immer mit der Darstellung des Zwölffingerdarmes (Duodenum) und der Speiseröhre (Ösophagus) kombiniert.
- Sie sollten vor der Untersuchung eine 5-stündige Nahrungskarenz einhalten und auch nicht rauchen. Das ist zwar nicht angenehm, jedoch für ein optimales Untersuchungsergebnis unbedingt erforderlich, da es sonst zu einer nicht unerheblichen Nüchternsekretion von Magensaft kommt und damit eine optimale Kontrastierung der Magenschleimhaut verhindert wird.
- Die Untersuchung erfolgt an einem kippbaren Tisch (siehe Abbildung) mit einer digitalen Röntgeneinheit. Sie werden dazu zwischen Tisch und Bildverstärker positioniert. Alle röntgendichten Gegenstände, z.B. Schmuck, Gürtel und andere metallische Gegenstände sind dabei im Untersuchungsbereich störend und müssen abgelegt werden. Auch künstliche Zähne sollten, soweit dies möglich ist, vor der Untersuchung entfernt werden.
- Am Beginn der Untersuchung müssen Sie eine geringe Menge Brausepulver schlucken, zum Nachspülen bekommen Sie einen kleinen Schluck Wasser. Aus diesem Brausepulver entsteht CO2 und der Magen wird dadurch aufgedehnt.
- Nun müssen Sie etwa 200ml Kontrastmittel (weiße Flüssigkeit) trinken. Es entsteht nun der für die Beurteilung notwendige Doppelkontrast (Kontrastmittelbeschlag der Schleimhaut, Luft im Magen).
- Zur Ausschaltung der Eigenbewegung des Magens (Peristaltik) wird Ihnen eine kleine Menge einer körpereigenen Substanz (Glucagon) injiziert. Anschließend müssen Sie sich im Liegen einmal um die eigene Achse drehen um die Schleimhaut mit dem Kontrastmittel optimal zu benetzen.
- Danach macht der Untersucher in verschiedenen Positionen Aufnahmen von allen Regionen des Magens und des Zwölffingerdarmes.
- In den folgenden Tagen kann der Stuhl weiß/hell verfärbt sein, was auf die Eigenfarbe des Kontrastmittels zurückzuführen ist, da es vom Darm nicht aufgenommen wird.
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- Divertikel
- Unklare Durchfälle, Stuhlunregelmäßigkeiten, Blut im Stuhl
- Fisteln, Verengungen
- Entzündungen (Colitis ulerosa, Morbus Crohn, ...)
- Polypen oder Tumore am Dickdarm
- Falls vor der Untersuchung eine Darmspiegelung (Colonoskopie, Rektoskopie) mit Biopsie durchgeführt wurde, ist ein Intervall von 5 Tagen bis zur Irrigoskopie einzuhalten.
- Bei Verdacht auf Perforationen der Darmwand
- Für die optimale Qualität und Beurteilbarkeit dieser Untersuchung ist es besonders wichtig, dass der Darm vollständig von Stuhlresten entleert ist. Näheres siehe unter Vorbereitungen.
- Die Untersuchung wird am Durchleuchtungsgerät durchgeführt. Luft wird als negatives und Bariumsulfatsuspension als positives Röntgenkontrastmittel verwendet.
- Die Untersuchung beginnt im Liegen (Linksseitenlage). Es wird ein Darmrohr in den Enddarm geschoben. Über dieses Darmrohr erfolgt der Einlauf mit Kontrastmittel. Anschließend erhalten Sie (wie beim Magenröntgen) eine Injektion einer kleinen Menge einer körpereigenen Substanz (Glucagon) injiziert, um den Darm zu entspannen. Dadurch haben Sie während der folgenden Untersuchung weniger Beschwerden und der Arzt kann die Schleimhaut optimal beurteilen.
- Während des Kontrastmitteleinlaufes müssen Sie nach Anweisung durch den untersuchenden Arzt/Ärztin ihre Körperlage durch Drehen in unterschiedliche Positionen verändern, um den gesamten Dickdarm mit Kontrastmittel zu benetzen. Dann wird der Darm mit Luft, welche ebenfalls über das Darmrohr zugeführt wird aufgebläht und zur Entfaltung gebracht. Sie werden diese Prozedur wie Blähungen empfinden, Schmerzen dürfen jedoch während der Untersuchung nicht auftreten, der Untersuchende wird sie diesbezüglich befragen.
- Nach Entfernen des Darmrohres werden Aufnahmen im Stehen und Liegen angefertigt.
- Nach der Untersuchung steht Ihnen eine eigene Toilette zur Darmentleerung zur Verfügung.
- Mit dieser Untersuchung ist eine sehr genaue Darstellung der Venen und ihrer Klappen möglich. Hierbei können Blutgerinnsel (Thrombosen) sicher erkannt werden. Weiters kann als Grundlage für eine eventuell geplante Krampaderoperation die Ursache für die Krampfaderbildung dargestellt werden.
- Möglichkeit einer Schwangerschaft oder bekannte Schwangerschaft (Alternative Sonographie der Beinvenen)
- Eingeschränkte Nierenfunktion (erhöhter Kreatinin-Wert)
- Allergie gegen jod-hältige Kontrastmittel
- Eine besondere Vorbereitung ist nicht notwendig.
- Da sich Venen im Röntgenbild nicht vom Umgebungsgewebe abgrenzen lassen, muss bei dieser Untersuchung ein jodhaltiges Kontrastmittel eingespritzt werden. Dazu wird je nach Untersuchungsgebiet eine Vene des Fuß- oder Handrückens mit einer kleinen Nadel punktiert und das Kontrastmittel langsam eingespritzt. Dies ist, insbesondere am Fußrücken, gelegentlich recht schmerzhaft. Damit die Gefäße besser auffindbar sind, wird vor der Punktion ein warmes Hand- oder Fußbad durchgeführt. Das Kontrastmittel verteilt sich innerhalb kurzer Zeit in den Venen des Armes oder Beines. Unter eingeschalteter Röntgenröhre (Durchleuchtung) kontrolliert der Arzt den Abfluss des Kontrastmittels. Um eventuelle Venenklappenfehler erkennen zu können werden Sie während der Untersuchung zu mehreren Atemmanövern aufgefordert. Der Untersuchungsbefund wird auf mehreren Röntgenaufnahmen festgehalten, auf denen erweiterte Venenabschnitte, Gefäßverschlüsse oder Gefäßeinengungen im Allgemeinen gut zu erkennen sind.
- Das „Nierenröntgen (= IVP = intravenöses Pyelogramm = Ausscheidungsurogramm) ist eine Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege. Mit Hilfe eines Röntgen-Kontrastmittels wird das komplette Harnsystem von den Nieren ausgehend, über Nierenbecken, die beiden Harnleiter und die Blase sichtbar gemacht.
- Nierenkolik mit Verdacht auf Nierensteine
- Blut im Harn
- Blasenentleerungsstörungen, Restharn
- etc.
- Eine besondere Vorbereitung ist nicht notwendig.
- Möglichkeit einer Schwangerschaft oder bekannte Schwangerschaft (Alternative Sonographie der Beinvenen)
- Eingeschränkte Nierenfunktion (erhöhter Kreatinin-Wert)
- Allergie gegen jod-hältige Kontrastmittel
- Zur Durchführung der IVP wird ein jodhaltiges, so genanntes nierengängiges Röntgen-Kontrastmittel in eine Vene am Unterarm injiziert. Dieses Kontrastmittel gelangt dann über den Blutweg in die Nieren und wird von dort aus weiter in die ableitenden Harnwege ausgeschieden.
- Nach dem Einspritzen des Kontrastmittels werden mehrere Röntgenaufnahmen angefertigt, in der Regel nach 7, 15 und 30 Minuten. Auf diese Weise kann der Arzt die mit Kontrastmittel gefüllten Harnwege vom Nierenbecken über die Harnleiter bis hin zur Harnblase beurteilen.
- Sollte ein Harnabflußhindernis vorliegen oder andere krankhafte Veränderungen nachgewiesen werden, so kann die Untersuchung durch Aufnahmen in Bauchlage sowie im Stehen unter Durchleuchtungskontrolle ergänzt werden.
- Zur Beurteilung der Blasenfunktion wird eine Aufnahme nach Entleerung der Harnblase angefertigt.
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Dr. Wolfgang Wolf
Facharzt für Radiologie
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